Tutorial: Hauptspeichererweiterung Thinkpad



Ausgangsituation:
Wir besitzen einen nicht mehr taufrischen Thinkpad (im vorliegenden Fall einen T23 mit 256M Hauptspeicher und 1Ghz-Prozessor). Das Betriebssystem (im vorliegenden Fall Ubuntu 6.06) läuft zwar, könnte aber schneller sein. Besonders bei speicherintensiven Programmen (im vorliegenden Fall Gimp 2.2) kommt es gelegentlich zu inakzeptablem Antwortzeitverhalten. Oder populärwissenschaftlich ausgedrückt: Die Kiste ist arschlangsam.

Problemanalyse:
Die Prozessorfrequenz von 1Ghz reicht für den Einsatz als Internet-PC und freizeitorientierter Bildbearbeitungsmaschine aus, zumal anstatt des üblichen Windows XP das deutlich performantere Ubuntu-Linux installiert wurde. Problematisch ist die für Bildbearbeitung zu geringe Dimensionierung des Hauptspeichers. Eine Aufstockung um weitere 256M dürfte hier Abhilfe schaffen. Ein Thinkpad T23 verfügt über zwei SGRAM-Speicherslots. Schauen wir also mal nach, ob sich die 256M in unserem T23 aus zwei 128M-Speichermodulen oder einem 256M-Speichermodul zusammensetzt.

Zu dem Zweck entfernen wir alle Kabel von dem Gerät und drehen es um.



Des weiteren müssen wir den Akku (rot umrandet) entfernen. Das geschieht, indem man den Schieber (roter Pfeil) nach rechts bewegt und den Akku nach oben links wegklappt, indem man mit dem Daumen der linken Hand in die vorgesehene Mulde greift. Den Akku legen wir zu Seite.



Danach lösen wir die auf dem nächsten Bild rot umrandete Schraube mit einem passenden Werkzeug. Ich benutze dazu mein good ol' Schweizer Offiziersmesser, mit dem ich traditionell einen Großteil meiner Computerbasteleien durchführe.



Wenn wir die Abdeckung nun vorsichtig abnehmen, offenbart sich das Speichergekröse.

Wenn es so aussieht wie bei mir, haben Sie Glück. Die 256M sitzen auf einem Speicherbaustein; der zweite (untere) SGRAM-Slot ist noch frei. (Auf dem Foto kann man das leider nicht so deutlich erkennen.)



Sollten bei Ihnen beide Slots belegt sein, müssen Sie eine Entscheidung treffen. Endweder besorgen Sie sich gleich zwei neue (oder gebrauchte) 256M-Speichermodule und verscherbeln hinterher die beiden alten 128M-Module bei Ebay, oder Sie versuchen es erstmal mit nur einem 256M-Module und erweitern nur auf insgesamt 384M. Das ist letztenendes eine Frage des Bugets.

Ich muss mir mein Herz nicht mit derartigen Überlegungen schwer machen und nehme das zuvor auf dem Gebrauchtteile-Markt erworbene Original-IBM-Ersatzteil zur Hand.



Dieses schieben wir vorsichtig leicht schräg in den unteren Slot ein, wobei wir darauf achten, dass das Modul bis zum Anschlag im Slot steckt.



Mit den beiden seitlichen Blechbügeln wird das Modul arretiert.



Das war's. Jetzt schrauben wir die Kiste in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen, schließen alle Kabel wieder an und drücken den Power-Knopf.

Beim Booten hüpfen wir mittels F1-Taste ins BIOS und checken die Systemangaben.



Genau so wollten wir das haben. Falls bei Ihnen jetzt immer noch 256M steht, haben Sie etwas falsch gemacht, oder man hat Ihnen ein defektes Speichermodul angedreht. Viel Glück beim Umtausch. Im Ernst: der häufigste Fehler ist, dass man das Modul nicht tief genug in den Slot geschoben hat.

Ansonsten: Viel Spaß mit dem neuen Speicher. Bei mir hat's echt was gebracht.

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aaaah, zu alexander o'neal...
aaaah, zu alexander o'neal fällt mir direkt so...
timanfaya - 11. Dez, 12:56
... und was der feine...
... und was der feine Herr Pikas sonst noch so in diesem...
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Jonas (Gast) - 16. Nov, 09:43
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