Koffer
Ich stamme aus einer Zeit, als Koffer noch keine Räder unten dran hatten. Man musste sie - und jetzt halten Sie sich fest: am Griff tragen. Das war speziell für Bahnreisende nicht besonders bequem, aber irgendwie wollte man seine Klotten ja mit an den Zielort nehmen können.
Es gab die heute noch vereinzelt an Bahnhöfen vor sich hin rostenden Gepäckwagen, und Senioren, Frauen und andere schwächliche Personen fanden immer Hilfe.
Heute ist das anders. Koffer werden keinen überflüssigen Meter mehr getragen. Sobald die Leute auf den Zug steigen, bleiben sie stehen, setzen den Koffer auf, ziehen den Griff raus und rollen los: KLACK, TSCHUCKKK, RÖDDELRÖDDELRÖDDELRÖDDELRÖDDEL.... Bis zur Treppe. Griff wieder rein. TSCHUCKKK! Hektisches Umsehen, ob ein Aufzug oder wenigstens ein treppenbegleitendes Gepäckförderband in der Nähe ist. Umständliches "Die-Treppe-herunterwuchten". Sich dabei halb auf die Schnauze legen. Unten wieder KLACK, TSCHUCKKK, RÖDDELRÖDDELRÖDDELRÖDDELRÖDDEL usw.
Ich denke manchmal, dass ein Großteil der Bahnverspätungen auf Leute zurückzuführen ist, die nicht bereit sind, ihre jämmerlichen 5-Kilo-Trolleys bis auf freies Gelände zu tragen.
Es gab die heute noch vereinzelt an Bahnhöfen vor sich hin rostenden Gepäckwagen, und Senioren, Frauen und andere schwächliche Personen fanden immer Hilfe.
Heute ist das anders. Koffer werden keinen überflüssigen Meter mehr getragen. Sobald die Leute auf den Zug steigen, bleiben sie stehen, setzen den Koffer auf, ziehen den Griff raus und rollen los: KLACK, TSCHUCKKK, RÖDDELRÖDDELRÖDDELRÖDDELRÖDDEL.... Bis zur Treppe. Griff wieder rein. TSCHUCKKK! Hektisches Umsehen, ob ein Aufzug oder wenigstens ein treppenbegleitendes Gepäckförderband in der Nähe ist. Umständliches "Die-Treppe-herunterwuchten". Sich dabei halb auf die Schnauze legen. Unten wieder KLACK, TSCHUCKKK, RÖDDELRÖDDELRÖDDELRÖDDELRÖDDEL usw.
Ich denke manchmal, dass ein Großteil der Bahnverspätungen auf Leute zurückzuführen ist, die nicht bereit sind, ihre jämmerlichen 5-Kilo-Trolleys bis auf freies Gelände zu tragen.
pikas - 19. Mrz. 2009 - abgelegt in: bahnfahren








aber wir hatten ja eh nichts ...
...und brennesselsuppe gab es wenn überhaupt nur sonntags!
Die Kartoffelsäcke brauchten wir alle als Dach für unsere Hütte. Die Bundhosen hatte die Muhme aus alten Zeitungen geschneidert. Und die Brenesselsuppe durften wir nicht selbst essen, die wurde verkauft - an Leute Ihrer Kaste, die sich was Gutes leisten konnten. Das Geld brauchten wir, um uns aus der Leibeigenschaft freizukaufen.
könige sind wie unkraut...
im übrigen: EINE HÜTTE?
es tut mir leid, aber da sind sie ja wohl auf einer ganz anderen sozialstufe unterwegs, aber sobald jemand aus meiner näheren verwandschaft aus unseren erdlöchern in etwas hüttenähnliches umzieht melde mich mich wieder mit neuen fakten.